Jahresrückblick 2025: Alles wird klar und richtig
Warum diese Headline?
Weil es so ist. Ich sitze im Kidepo Nationalpark in Uganda mit Blick auf die endlose Savanne und da ist nur dieser Satz: Alles wird klar und richtig. Ich schaue zurück auf ein Jahr, das mit jedem neuen Buchprojekt Klarheit brachte – genau das ist es, was ich tun will, und ich bin auf dem richtigen Weg. Ganz viele herzliche Kontakte zu meinen Kund:innen und auch zu meinen Wegbegleiter:innen zeigen mir das.
Dieses Jahr also wieder der Jahresrückblog von Judith Peters. Ich bin beim Live von Judith Peters am Finaltag dabei – der 31.12.2025. Ziemlich weit weg, auf der Ziwa Rhino and Wildlife Ranch in Uganda. Hier kreuzen auch heute mächtige Nashörner meine Wege zwischen Frühstück und Pool. Judith begeistert und motiviert mit ihrer unverglecihlichen Euphorie, und ich fange einfach an zu schreiben.

Das Jahr war voll mit wertvollen Erlebnissen, Projekten und auch Learnings. Ich habe noch fokussierter gearbeitet und gemerkt, wie sich erste Trends abzeichnen. Der autobiografische Roman, ca. 200 Seiten, Paperback bei BoD ist sehr beliebt. Dazu mehr im Abschnitt „Bücher“.
Ein großes Thema dieses Jahr war Dankbarkeit. Für all meine Projekte, schöne Kontakte, für erlebnisreiche Reisen und auch für meine (wiederhergestellte) Gesundheit.
Irgendwann kommt der Zeitpunkt, zu dem man sich darum kümmern muss und nicht einfach weitermacht wie vorher immer. Ich habe gelernt, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und die Prioritäten neu zu setzten. Und auch meine Kund:innen hatte vollstes Verständnis dafür und sagten einhellig: Gesundheit geht vor.
Meine Themen und Highlights in 2025
Es geht natürlich los mit dem, was mein Jahr ausgemacht hat: meine Arbeit und die Bücher.
Buch Nummer 1: Lahamidico

Mit dem 3. Buch „Lahamidico – eine Stadt jagt ein Ungeheuer“ ist die Kinderbuch-Trilogie von Jan Matthias vollendet. In der Geschichte geht es um die abenteuerliche Freundschaft zwischen Linius (8) und einem freundlichen Seeungeheuer. Der 3. Teil der Serie ist recht dramatisch und abenteuerlich, und bringt eine erstaunliche Auflösung – nicht zuletzt um dem den komischen Namen des Protagonisten.
Aufgabe war es auch diesmal wieder, den Text und 110 Bilder in ein bestehendes Buchlayout zu setzten. Illustrator Thomas Kainka hat seine Technik mit Procreate (eine Zeichenapp fürs iPad) weiter ausgereizt und ganz geniale Schwarzweiss-Bilder geliefert.
Die verschiedenfarbigen Buchrücken sehen nebeneinander schick aus!
Erstmals gab es ein Lektorat/Korrektorat für das Buch (die Bände 1 und 2 sind noch in Eigenregie korrigiert). Monika Fischer übernahm diesen Job ganz professionell und ersparte dem Autor und mir langwierige mühevolle Korrekturphasen (ja, Ausdrucke und händische Anmerkungen!) – diese vielen Stunden wurden eingespart.
Gedruckt wurde kein Book on Demand, sondern ein Auflagendruck. Also hieß es: Abstimmung mit der Druckerei und Freigabe der Druck-PDFs.
Die Bücher können über jede deutsche Buchhandlung oderim Internet im Buch-Café bestellt werden.
Buch Nummer 2: CUSTOMER EXPERIENCE
Wie ein gutes Gefühl mehr verkauft als alle Marketing-Tricks zusammen

Der Nachfolger von „Wurzeln für dein Business“ von Linda Kunze hat gar nicht direkt mit Human Design zu tun, sondern mit Kundenliebe. CX – das ist erst einmal abschreckend, ich denke erst einmal an furchbar seelenloses Marketing-Geblubber. Weit gefehlt. Linda hatte das Buch bereits fix und fertig geschrieben und lieferte mir ein formatiertes Manuskript. Meine Aufgabe war also nur ein sauberer Buchsatz. Ich habe Headlines, Copy und Satzspiegel definieren und noch ein grafisches Element für die Tipps eingebaut.
Die Titelgestaltung war wieder ein Teamwork von Linda und mir: Die Buchstaben C und X samt Pfeil nach oben sollten prominent rein, für das Menschelnde habe ich dann noch die drei Sprechblasen mit Sternchen, Herz und Smiley eingebaut. Auch die Subline entstand im Dialog. Ergebnis: rund!
Ein solides kleines Buch über Customer Experience. Aber nicht das 100te mit generiertem Marketing-Blabla-Text. Es geht (wie könnte es bei Linda anders sein) ans Eingemachte. Oder darum: Ein Gefühl zu hinterlassen, das verkauft – noch bevor jemand kauft. Es handelt nicht von Apple, Nike oder Starbucks – sondern von dir. Als Solo-Selbstständige/r, die/der mit Persönlichkeit, Herz und Klarheit überzeugen will.
Ich habe beim Setzen so oft gedacht: „Wow, genau so ist das“, fand meine ganz eigenen Gedanken wieder und bekam unbezahlbare Tipps und Ideen für den Umgang mit meinen Kunden. So, dass sie nicht das Gefühl haben, sie sind eine Nummer und werden unpersönlich durchgeschleust. Sondern vielmehr ganz individuell gesehen und der Fokus liegt immer auf der Beziehung zum Kunden: Wie fühlt er sich?
Hier kannst du das Buch bestellen.
Immer wieder: „Dein Buch ist es wert“
Diesen kurzen Satz habe ich immer im Kopf, wenn ich an euren Projekten arbeite (könnte ein Claim werden!). Vor ein paar Wochen ist mir so richtig bewusst geworden, welchen Vertrauensvorschuss ihr mir gebt. Einfach so ein ganz persönliches Manuskript, die ureigensten Gedanken und Gefühle teilen – selbstverständlich ist das nicht. Dafür kann ich gar nicht oft genug DANKE sagen.
Buch Nr. 3: In Gottes Händen
Lukas Acar kam auf mich zu mit einem besonderen Gestaltungswunsch: ein Low-Content-Buch. Also ein Buch zum Selberschreiben, Ausfüllen und Einsetzen von Bildern usw. So etwas wollte ich schon lange mal machen für mich selbst, bin aber nie dazu gekommen. Thema: Die ersten Lebensjahre eines Kindes aus christlicher Sicht. Bücher zur Geburt gibt es zuhauf, aber den religiösen Aspekt decken nur Bücher zur Kommunion/Konfirmation ab. Der Markt ist also vorhanden.
Die große Challenge war es, ein Seitenlayout zu finden, das ästhetisch und hochwertig aussieht und nicht in Kitsch abdriftet. Hier gingen einige Entwürfe hin und her, bis wir eine schöne Lösung gefunden hatten. Vor allem die Auswahl der Headlineschrift war nicht einfach: Sie sollte gut lesbar, sympathisch, zeitgemäß und passend zur Zielgruppe (Eltern) sein. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft war das Werk fertig. Herr Acar ist überglücklich mit dem Ergebnis:

„Sie haben meine Ideen nicht nur umgesetzt, sondern zum Leben erweckt – und das auf eine Art und Weise, die ich mir so niemals hätte vorstellen können. Jede einzelne Seite ist perfekt gestaltet. Ich hatte zwar viele Ideen und grobe Vorstellungen, aber Sie haben sie mit so viel Feingefühl, Kreativität und Liebe zum Detail umgesetzt, dass das Endergebnis meine Erwartungen weit übertroffen hat.
Ich danke Ihnen wirklich von Herzen für dieses wunderschöne Design und die großartige Zusammenarbeit. Es ist eine Freude zu sehen, wie aus meinen Gedanken etwas so Schönes entstanden ist.“
Natürlich funktionierte der Upload bei Amazon nicht beim 1. Mal, da gibt es grundsätzlich Fehlermeldungen. Aber mit vereinten Kräften (ich habe mich mit seinem Account eingeloggt und die Datei dann geprüft und freigegeben) hat es dann schließlich geklappt. Lukas Acar bewirbt das Buch mit einem aussagekräftigen Text bei Amazon und auf seinem Instagtram-Account.
Fazit: Eine tolle, wertschätzende Zusammenarbeit. Es war spannend herauszufinden, was für Vorstellungen und Wünsche mein Kunde hatte und danach den Entwurf zu machen. Sozusagen sein „Bild im Kopf“ zu visualisieren. Genau das ist mein Grafiker-Job, und ich bin immer glücklich, wenn ein Buch richtig schön und ansprechend wird.
Hier könnt ihr das Buch bestellen.
Buch Nummer 4 und 5: Kleinbärgeschichten
Kleinbär auf Safari und Kleinbär wartet auf den Weihnachtsmann

Die Kleinbärgeschichten von Jan Matthias sind ein liebevoller Begleiter für alle Kinder im Teddybäralter. Typische Kinderbücher: Format Din A 4, Hardcover, große Schrift, bunte Bilder. Autor Jan Matthias hat vor 20 Jahren seinen Kindern die Geschichten von Kleinbär und seiner Familie erzählt und schreibt sie jetzt nieder, bebildert mit Illustrationen von Thomas Kainka.
Auch bei diesen beiden Büchern hat Monika Fischer wieder das Korrektorat/Lektorat übernommen und es gab einen Auflagendruck.
Es gibt zwei weiter Kleinbär-Bücher: Kleinbär fährt Schlitten und Kleinbär und das neue Auto.
Die Bücher können in jeder deutschen Buchhandlung (über die ISBN) bestellt werden.
Buch Nummer 6: Bolero – der König des Chaos 🐶 😱

Das hatte ich im Sommer auf dem Schreibtisch: eine witzige Geschichte von einem Hund, der sein Herrchen verrückt macht, herrlich chaotisch, gespickt mit Emojis. In jedem Kapitel grinsten sie mir aus den Zwischenüberschriften entgegen. 🤩 Auf dem Bildschirm sah das toll aus: die bunten Apple-Emojis, wie frisch aus dem iPhone kopiert.
Ich erstellte ein schönes Layout, die Intro-Bilder für jedes der 19 Kapitel, die die KI richtig gut generiert hatte wurden vom Autor Milo S. Barks geliefert. Nach einigen Korrekturen war der Satz druckfertig und konnte in den Druck …
Ein paar Tage später kommt die Druckvorschau von Amazon, alle Emojis sind … schwarz. 💩 Holy Shit.
Was ist hier schief gelaufen? Unnötig zu sagen, dass der Amazon Support weniger als hilfreich ist. REDEN kann man mit denen sowieso nicht. Ich bekomme gute Tipps wie „Legen Sie Ihre Daten im CMYK Modus statt RGB an“ Sehr nett gemeint von den Mitarbeiter:innen (in Indien?) Diese Tipps entstammen dem Word-Dunstkreis und helfen mir im Umgang mit InDesign nicht weiter.
Die Ursache war folgende: Nicht jede Schriftart kennt Emojis. Emojis sind Unicode. Und Print-Workflows können mit Unicode wenig anfangen. Statt bunter Bildchen erscheinen Platzhalter oder Kästchen („Tofu“). Kurz gesagt: Bildschirm ≠ Druck, 🖥️ ≠ 📖.
Plan B war, die Emojis als Grafiken einbauen – bei 150 Stück aber ein Wahnsinn. Die Rettung war ein Tipp einer Freundin: Noto Color Emoji. Damit konnte ich Emojis in Pfade umwandeln, ein paar schwierige Fälle als Bild importieren – und endlich waren sie im PDF sauber eingebettet und druckbar.
Wieder so eine spannende Geschichte rund um ein Buch. Immer wieder Überraschungen, und zu Glück findet sich immer eine Lösung des Problems. 🥳 Milo Barks ist überglücklich mit seinem Buch und schreibt mir eine richtig gute Google-Bewertung. Das nächste Buch ist schon in Planung …
Dieses Buch ist mehr als ein lustiges Buch über Hunde. Es ist ein irrwitziger Ratgeber, ein tierisches Abenteuer und ein humorvoller Spiegel des Alltags mit Vierbeinern – samt Sabber, Charme und ganz viel Chaos.
Hier direkt zur Bestellung bei Amazon
Buch Nummer 7: Suche deine Tür
Eine besondere Freude war es mir, im Herbst, dieses ukrainische Tagebuch zu setzten. Eugenia Senik ist bereits in den ersten Kriegswirren 2014 aus der Ukraine geflüchtet und lebt seit 4 Jahren in der Schweiz.
Frau Senik nimmt uns in ihren Episoden mit zu den Menschen, gerade deshalb geht der Text so zu Herzen. Mit berührender Offenheit lässt sie uns teilhaben an ihren Schmerzen, Ängsten und Hoffnungen. Im Spiegel ihrer eigenen Gefühle erleben wir ihre schwierige Suche nach ehrlichen Antworten. Ihr Buch ist kein Kriegstagebuch. Es ist ein menschliches Dokument, das uns auf Höhen und in Tiefen führt, die schwindlig machen.

Meine Aufgabe war es, dem Buch einen sauberen, gut lesbaren Buchsatz zu geben. Das kleine 268 Seiten starke Taschenbuch hat drei Teile – hier ging es um Schriftauswahl, Gestaltung von Kapitelüberschriften, Introseiten und Gedichtseiten.
Mein kompetenter Ansprechpartner war Christoph Müller, der als Journalist und Self-Publisher Erfahrung im Thema Buchsatz hat – eine schöne Kommunikation auf Augenhöhe.
Die Titelgestaltung übernahm Eugenia Seniks Ehemann, mit dem persönlichen einfachen Titelschriftzug sehr autobiografisch und mit Hinweis zum Tagebuch.
Wenn ich nur ein klein wenig dazu beitragen konnte, das Bewusstsein für die traurige Ukraine-Problematik zu schärfen, macht die Arbeit einen Sinn. Nach fast vier Jahren, Pseudo-Friedensverhandlungen und endlosen Diskussionen ist Europa m. E. etwas „kriegsmüde“, deswegen ist gerade jetzt dieses Buch so wichtig.
Am Ende des Buches gibt es ein Fazit: Was ist aus den Menschen geworden? Einfach wunderschön geschrieben, verstörend, melancholisch und hoffnungsvoll. Dankeschön, Eugenia, für dieses grandiose Buch.
Hier kann das Buch bestellt werden: www.eugeniasenik.com
Oder bei BoD
Weitere Texte („Der Krieg und ich“) von Eugenia Senik: www.bajour.ch
Buch Nummer 8: Krebs war nie der Plan

Im Sommer kam Kerstin Barton (32) auf mich zu und wollte einen guten Satz plus Cover für ihr Buch.
Kerstin Barton stand mitten im Leben – mit Zielen, Plänen und einer To-Do-Liste, auf der Krebs keinen Platz hatte. Sie berichtet über ihre Leukämie-Diagnose, Chemotherapie, Krankenhausalltag und Stammzellentransplantation. Ihr Text trifft wie ein Schlag ins Gesicht. Mit schonungsloser Ehrlichkeit und leiser Selbstironie beschreibt sie ihren Weg hin zu einem neuen Bewusstsein für das Leben, für Freundschaft und für sich selbst.
Sie erzählt, wie es war. Krebs ist schmutzig und eklig, schamlos und entwürdigend. Aber sie behält zu jeder Zeit ihren Ruhrpott-Humor und ihre Hoffnung.
Schön, dass wir uns für ein Kennenlern-Gespräch persönlich treffen konnten, sie wohnt auch in Dortmund.
Lektoriert wurde das Buch von Annette Mertens, die letztes Jahr einen Roman über das gleiche Thema geschrieben hat („Annas Blut“: hier der Link zum Buch)
Kerstin liebt Mohnblumen und To-do-Listen. Die Mohnblumen haben es als Gestaltungselement ins Buch geschafft – auf dem Cover und als Intro-Element für die fünf Teile ihrer Geschichte. Die grungige Schrift des Covers findet sich in den Kapitelüberschriften wieder, Kerstin sah darin das Zusammenspiel aus roten und weißen Blutkörperchen!
Das sagt Kerstin selbst zum Buch:
„Das Buch ist keine klassische Krankheitsgeschichte und kein Ratgeber, sondern eine ehrliche Erzählung darüber, wie ich mich mitten in der größten Krise neu gefunden habe. Ohne Masterplan, aber mit viel Selbstironie und der Erkenntnis, dass das Leben selbst in den härtesten Zeiten einige Lacher bereithält.“
Es war eine unglaublich einfache und zügige Zusammenarbeit ohne jegliche Probleme und nur ganz wenigen Korrekturen. Das Buch ist wunderschön geworden, und ich kann nur jedem ans Herz legen, es zu lesen:
Hier der Link zum Bestellen bei BoD
Auch bei Amazon und im deutschen Buchhandel ist das Buch erhältlich.
Weitere Texte von Kerstin auf ihrer Webseite: https://ungeplantstark.wordpress.com
Auch neue Klarheit: Ein Projekt, das nicht gut lief.
Negative Erfahrungen mit Kunden gab es auch. Name und Buchtitel tun nichts zur Sache. Es ging um den Satz eines Romans mit ein paar grafischen Elementen. Alles okay, der erste Kontakt war nett, aber wenn man immer mehr fordert: nach dem fertigen Buchsatz noch eine Korrekturstufe, noch eine nach dem Endlektorat … Stunden um Stunden, alles inklusive. Nebenbei Kritik an meiner Arbeit.
Njet, irgendwann reicht es. Kunde X wollte dann auch umsonst noch die offenen Daten, um das Buch woanders fertigzustellen. In der Branche ein absolutes No-Go. Da half nur: Ein Ende mit Schrecken, nachgeben, Kontakt abbrechen und wieder ruhig schlafen können.
Das mache ich 2026 anders
Aus dieser Erfahrung habe ich gelernt. Ich habe meine „was-kostet-das“-Seite überarbeitet und wasserdicht gemacht, außerdem gibt es jetzt AGBs. Keine mündlichen Absprachen mehr über Preise („Handschlag“), alles nur noch schriftlich. Und ich musste den Stundensatz etwas anheben, bin aber immer noch vergleichsweise günstig. Ich erstelle schließlich ein ganz individuelles persönliches Buchdesign und einen professionellen, typografisch sauberen Buchsatz. Und dann nehme ich „meine“ Autor:innen an die Hand und helfe ihnen durch den verwirrenden SP-Dschungel, so gut ich kann.
Meine Reisen in 2025
USA im Juni – New York, Detroit, Cincinnati
Ich war etwas skeptisch, in diesen Zeiten in die USA zu reisen … bei der Immigration war das iPhone aus und WhatsApp aufgeräumt – keine präsidentenfeindlichen Dinge zu finden! Aber keiner wollte kontrollieren, es ging alles glatt.
Ist die Stimmung unter Trump anders? Eigentlich nicht. Nur beim Fahren durch die Provinz haben wir noch viel Trump-Vance-Wahlkampfwerbung gesehen. Das Schlimmste war das hier, leider existiert kein Foto von dem großen Banner unterwegs.

New York: Die inspirierende Lieblingsstadt

New York ist nach wie vor ein Rausch. Ich war jetzt zum 6. oder 7. Mal da und immer wieder bin ich begeistert von dieser Stadt.Ich fühle mich da einfach zuhause. Das liegt sicher an meiner Geschichte mit New York: Ich hatte eine Tante, die in Staten Island wohnte. Da konnte man schon mal ein paar Wochen bleiben … und jeden Tag mit der Staten Island Ferry nach Manhattan übersetzen. Inzwischen wohnt die Verwandtschaft etwas außerhalb und die Anfahrt ist ungleich länger. Es lohnt sich aber trotzdem noch, sie zu besuchen, denkt man an die Preise für Hotelübernachtungen!
Auch nach zig Besuchen gibt es neue Dinge zu entdecken. Oder bekannte nochmal anzusehen wie z: B. das MoMA oder die High Line. Die Stadt wird schöner, nachhaltiger, grüner und natürlich auch teurer. Highlights waren die neuen Aussichtsplattformen The Edge und One Summit Vanderbilt und der sanierte Domino Park, eine ehemalige Zuckerfabrik in Williamsburg. Can’t wait to go back.
Cincinnati: Die charmante Überraschung am Ohio
Von Cincinnati waren wir überrascht. Es war der Dreh- und Angelpunkt für die Club-WM (Borussia Dortmund!) und ist eine ganz charmante Stadt mit einem riesigen German Quarter und wunderschönen murals (Wandgemälden). Außerdem: eine kostenlose Stadtbahn, die im loop fährt und den Vorgänger der Brooklyn Bridge von Baumeister John A. Roebling.

Ein Highlight war für mich als Grafikerin der Besuch imAmerican Sign Museum, das die Geschichte der Außenwerbung geballt präsentiert. Ein unglaubliches Leuchten von Neonreklamen, von der Entstehung bis von die 50er Jahre, wunderschön, ein Mekka für jeden Typografen. 🤩
Detroit: Die kreative Wiedergeburt der Motor City
Detroit wollte ich schon seit Jahren sehen. „Da kannst du nicht hin, da wirst du abgestochen“ … Nein, Detroit bemüht sich, das Schmuddel-Criminal-Image, das ihm seit Niedergang der Autoindustrie anhaftet, aufzupolieren.

Vorher hatte ich „10 best Lost Places in Detroit“ gegoogelt, aber die werden alle wieder aufgebaut bzw. abgerissen. Es steht noch einiges von den ehemaligen riesigen Ford-Autowerken, da kann man (inoffiziell) rein für ein paar Bilder. Offizielle Touren wie bei uns gibt es nicht, marode Ruinen passen nicht zum neuen sauberen Image von Detroit. Dafür gibt es eine tolle Innenstadt mit vielen wunderschönen Jugendstil-Bauten und Amerikas schönsten Riverwalk.
Highlight ist für mich Michigan Station, seit den siebziger Jahren verlassen und verwahrlost. Den zentralen Bahnhof haben sie als Landmark wieder neu aufgebaut. Ohne Sinn und Zweck, einfach, weil es ein Stück Detroit- Geschichte ist.
Das gigantische Ford-Museum haben wir nicht geschafft, Programmpunkt beim nächsten Mal. Dafür natürlich das Motown Museum, richtig Kult und klasse! Und die 8-Mile-Road? Mal sehen ob wir uns da hinwagen und mit den teueren Kameras oder iPhones 17 hantieren. 🤣
Fazit: Sehenswert, da will ich nochmal hin. Es muss also nicht immer New York sein.
Singapur und Taiwan im April
Singapur: Die glitzernde Metropole zwischen Tradition und Zukunft
Man bewegt sich zwischen futuristischen Wolkenkratzern, bunten Tempeln und grünen Oasen. Alles unglaublich edel, hip, diszipliniert und sauber. Müll hinschmeißen? Fine von 5000 Dollar! Der Luxus von Hotels, Shoppingmalls und Rooftop-Bars im Kontrast zu den einfachen, authentischen Vierteln ist heftig.

Highlights sind natürlich das Marina Bay Sands (Übernachtung ca. 700€) und die Gardens by the Bay – klimatisierte Gewächshäuser vom Feinsten. Und Singapurs Zoos sind phantastisch, da reicht ein Tag zum Besuch nicht aus.
Leider: Die Thermik geht gar nicht. Ü 60 stecke ich die schwüle Hitze von 35 Grad + nicht mehr einfach weg – ein konstantes Kreislaufproblem und schon morgens um 10 fix und fertig. Da sind die verlockenden Frühstücksbuffets überflüssig, wenn man bei der Hitze kaum etwas essen kann – mit vollem Bauch durch Singapur zu laufen ist einfach unmöglich.

Taiwan: Das freie Land voller Charme und Kulinarik
Wir wollten hin, solange die Chinesen noch nicht einmarschiert sind. Es ist hochinteressant. Taipeh als hochmoderne Stadt sowieso, hier ist das Highlight Taipei 101 – der ikonische Wolkenkratzer mit Blick über die ganze Stadt. Aber auch die kleineren Städte habe ihren Charme, z.B. Tainan mit Geschichte, Tempeln und entspanntem Flair. Es gibt fantastische Streetfood-Kultur, Night Markets und Teehäuser.
Taiwan ist China in liberal. Hier sind gleichgeschlechtliche Ehen möglich, es gibt eine große LGBTQ-Szene und ein offenes, demokratisches Lebensgefühl ohne Überwachung oder Interneteinschränkung. Das Land ist auf den Ernstfall vorbereitet – für die Verteidigung üben Düsenjäger und rauschen mit Höllenlärm über unsere Köpfe hinweg. Das habe ich zuletzt mit 12 in Deutschland erlebt!
Schade, dass der Taroko Nationalpark im bergigen Osten geschlossen war, in den Monaten zuvor hatten Unwetter hier die ganzen Wanderwege zerstört. So haben wir uns auf den Nord- und Westteil der Insel (mit der hippen Großstadt Kaohsiung) konzentriert.
Welche Ereignisse gab es sonst noch?
Zum 1. Mal auf der Leipziger Buchmesse

So viele Leser:innen, Autor:innen und Verlagsmenschen an einem Ort: Die Leipziger Buchmesse 2025. Leipzigs Messehallen platzen aus allen Nähten. Es war die erste Buchmesse meines Lebens. Buchbegeisterte Menschen, soweit das Auge reicht – eine riesige Masse. Besonders spannend war der Bereich Self-Publishing: Die Autor:innen in Eigenregie haben längst ihren Platz in der Buchwelt erobert. Ein Erlebnis für alle, die Bücher nicht nur lieben, sondern auch selbst machen wollen.
Gartengestaltung im Frühling
Aus einer Baustelle wird unser Garten. Mit Minibagger rückt der GaLa-Bauer an und macht aus einem Stück Brachland einen strukturierten Garten mit Beeten, Rollrasen und Bepflanzung. Unglaublich! Der Garten wächst und gedeiht und die Wildblumenwiese erfreut das Herz, wow!!

Erste Male: Das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt/gemacht.
- Das erste Mal in einem edlen Zelt mit Outdoor-Bad übernachtet. In einem Nationalpark in Afrika.
- Einen Kundenkontakt beendet, der mich nur noch gequält hat. Danach ging es mir so viel besser!
- Die Leipziger Buchmesse besucht. Ich war begeistert, inspiriert und völlig fertig danach.
Worauf bin ich 2025 stolz?
- Mein Blogartikel „The Big Five“, ein Vergleich der fünf größten Self-Publishing-Plattformen. Sehr detailliert mit Tabellen zum Download mit vielen Infos. Der Artikel rankt noch über meiner Startseite, unglaublich!
- Ich lerne mit Chat GPT richtig gut schreiben. Wenn man der KI die richtigen Prompts und eine persönliche „Schreibstimme“ gibt, ist es ein wunderbares Hilfsmittel. Da kommen Denkanstöße, die ich alleine nie gehabt hätte. Ich kann sie auch ausreizen, „das ist noch nix. Das kannst du besser“. Fast schon wie Reden mit einer Freundin über meine Themen. Natürlich geht kein Wort raus, das ich nicht in meinem eigenen Kopf nochmal prüfe und hinterfrage: Ist das mein Text? Schreibe ich so?
Mein Ausblick auf 2026
So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten
Auch 2026 bin ich mit individuellem Buchdesign und Hilfe bei Selfpublishing-Problemen für dich da. Melde dich per mail oder telefonisch bei mir und wir reden über dein Buch. Unverbindlich, kostenlos. Vielleicht weisst du noch gar nicht, was du konkret machen willst in Punkto Veröffentlichung. Drüber reden schafft oft Klarheit. Und wenn die Dinge klar sind, wird vieles einfacher.
Meine 8 Ziele für 2026
- Ich möchte nach fast zwei Jahren Web-Präsenz endlich meinen Newsletter starten. Sooo oft habe ich Gedanken, die einfach ins Newsletter-Format passen und nicht in einen langen Artikel. Das ist ein Thema, das ich bisjetzt stiefmütterlich behandelt habe.
- Show, don’t tell: Die neue Kategorie DRUCKFRISCH zeigt meine Buchprojekte – kurze knackige Vorstellungen der Bücher.
- Nach wie vor: Zeitnah umsteigen auf WordPress. Meine Jimdo-Seite gerät immer an ihre Grenzen, performt aber gut. Ich träume von einer Woprdpress-Seite, die richtig gut funktioniert, wächst, bei Google und KI ganz oben steht und guten Austausch ermöglicht.
- WordPress, Technik und Schreiben: Ich möchte wieder bei Blog-Craft von Birgit Lorz einsteigen. Letztes Jahr habe ich durch 8 Monate Co-Working und SEO-Tipps einiges gelernt und bin mit dem Aufbau meiner WP-Seite gut weitergekommen. Ich musste aus gesundheitlichen Gründen eine Pause einlegen.
- Ich möchte mich mehr mit dem Thema Finanzen und Altersvorsorge befassen. Ich bin dazu im Herbst bei der „Female Investment Lounge“ von Nadine Cabrera eingestiegen. Sie erklärt auch Einsteigern das Thema ETF richtig gut
- Ich möchte 2 bis 3 Mal dieses Jahr das Scheinfasten bei Ildiko Eder mitmachen. Eine Woche. Sie hat ein wunderbares Reset-Programm, das den Körper entgiftet und die Pfunde fallen lässt, ohne sich zu quälen.
- Neben meiner Buchdesign-Leidenschaft bin ich auch ein Reisemensch. Ich möchte 2026 Gastartikel zum Thema Reisen schreiben. Wenn du einen thematisch passenden Blog hast und auf der Suche nach Gastautoren bist: Melde dich bei mir unter hallo@beatesinn.de
- Reiseziel im Mai: Namibia
- Mein Motto für 2026 heißt: Alles wird klar und richtig. Das war der Tenor 2025, und es fühlt ich immer noch gut und richtig an. Ich habe gemerkt, wie wichtig Klarheit für mein tägliches Arbeiten ist.
Hinterlasse mir gerne einen Kommentar hier. Ich freue mich auf regen Austausch!


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Hallo liebe Beate,
dein Jahresrückblick liest sich ganz wunderbar. Auch wenn ich viele der Momente live und in Farbe miterleben durfte, habe ich ihn sehr gerne gelesen.
Deine Bücher sind so vielfältig – genauso wie deine Reisen. Ein wirklich tolles Jahr, ja, auch mit ein paar anstrengenden Momenten und dem ein oder anderen Schock. Umso schöner ist es, im Rückblick zu sehen, wie viele deiner Buchprojekte gelungen sind. Darüber freue ich mich sehr für dich.
Ich selbst freue mich schon sehr auf unsere Gespräche in Blog-Craft. Gemeinsam werden wir deinen WordPress-Blog auf sichere und tragfähige Beine stellen.
Liebe Grüße
Birgit