sichtbar werden im netz

Sichtbar werden im Netz

Im Supermarkt der Onlinekurse – meine Geschichte mit dem Bloggen

Ob Designerin, Autor, Coach, Hundetrainerin oder Yogalehrer – eine Herausforderung haben wir alle: sichtbar werden im Internet. Auf Seite 1 stehen. Bei Google gefunden werden. Dieses Problem bin ich vor drei Jahren ganz entschlossen angegangen. Ich brauchte einen Blog, damit man mich und mein Nischenbusiness „Professionelles Buchdesign für Selfpublisher“ findet. Also: Bloggen lernen.

Aber wie den richtigen Kurs finden, bei dieser überbordenden Auswahl? Es gibt Angebote wie Sand am Meer. Riesige Regale voller vermeintlicher Lösungen. Wie eine 10-Meter-Wand mit Schokolade oder Putzmitteln … hier habe ich ganz eindeutig auf mein Bauchgefühl gehört. Und (als Hausfrau) die mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis rausgesucht. 
Mit diesem Artikel nehme ich gerne an der aktuellen Blogparade von Birgit Lorz „Warum und wann ich mit dem Bloggen angefangen habe“ teil. In meinem Artikel geht es darum, wie ich das Bloggen gelernt habe und Stück für Stück ein bisschen sichtbarer wurde.

Blogothek

Man wächst da rein

Angefangen habe ich mit dem Workbook „Blog Basics“ von Ines Fritz – gut gemacht zum Selbstlernen. Aber im stillen Kämmerlein wuseln war nicht meins. Ich wollte konkret anfangen: die WordPress-Seite aufsetzen, den Blog starten, mit Unterstützung wie in der Schule.

Das habe ich dann mit der Blogothek von Janneke Duijnmayer gemacht – ein Jahresprogramm mit Fahrplan, jeder Menge Kursen und Tutorials, Sprechstunden für den Fall der Fälle und einer lebendigen Facebook-Community. Man wächst da rein. Ich lernte Blogartikel schreiben, Webseiten basteln, mich austauschen, wenn es strategisch oder technisch klemmte. Irgendwann war es fast wie Familie – das tägliche Zusammensein mit der Gruppe, ab und zu ein „Hey, lange nix gehört, wie ist es bei dir?“

Die Zeit in der Blogothek hat meine Sichtbarkeit enorm vorangebracht. Ich kann das Lernen von Grund auf mit Janneke nur empfehlen – inzwischen ist die Blogothek übrigens aktualisiert im Hinblick auf KI.
Am Ende meiner Zeit dort haben wir noch ein Interview geführt – falls du reinschauen magst.

Claudia Seitz

Zu viel Funnel, zu wenig ich

Danach suchte ich weiteren Support und wurde bei Claudia Seitz fündig. Ihr Circle of Excellence bot Rundum-Hilfe fürs Online-Marketing: E-Mail-Marketing, Newsletter, Salespage, Meta Ads. Dazu persönliche Betreuung vor allem fürs Schreiben und wöchentliche Roundtables.

Mir war das Programm allerdings zu „funnel-lastig“ – schon das Wort, das bin ich nicht. Ich launche keine Kurse, sondern biete 1:1-Dienstleistungen für meine Autoren-Kund:innen an. Also war ich nach ein paar Monaten wieder raus. Trotzdem danke, liebe Claudia, für den tollen persönlichen Support! Ihre Programme sind inzwischen umgebaut und praxisnäher – einen Kurs, „Conversion Toolkit“, habe ich mir noch geholt, da ging es um Freebie, Landingpage und Kundenreise. Kann ja nicht schaden …

Birgit Lorz

SEO – S pielend E infach O ben

Im Januar 2025 landete ich bei Birgit Lorz (woher kennen wir uns? Blogothek!) im Programm „Blog-Craft“ – eine kleine Coworking-Gruppe, nur eine Handvoll Teilnehmer:innen. Wir trafen uns zweimal wöchentlich zum gemeinsamen Arbeiten, Austauschen, Fragen stellen. Birgit, SEO-Fachfrau seit über 20 Jahren, kümmerte sich auch um die schrägsten Bugs, in netter familiärer Atmosphäre.

Es war wie ein Fitnessstudio-Abo: Wenn du dafür bezahlt hast, gehst du auch hin und arbeitest an deinen Artikeln. Einmal im Monat gab’s Crashkurse zu SEO, Keywords und Co. Eine tolle Zeit, bis zum Sommer – aus der ich viel mitgenommen habe. Birgit und ich sind inzwischen gute Business-Freundinnen und arbeiten weiterhin zusammen. Sie hat jetzt richtig gut durchdachte Blogartikel-Vorlagen (Bloguru und Blogenius) herausgebracht, die mich garantiert auf Seite 1 manövrieren!

Zwei leuchtende Ikonen am Online-Blogging-Marketing-Himmel sind für mich Tim Gelhausen und Judith Peters.

Tim Gelhausen

Schreib dich reich

Tim ist Online-Marketing-Experte und Copywriter. Sein Haupt-Programm: Die Copywriting Academy. Seinen Newsletter („Schreib dich reich“) lese ich seit Jahren – kurz, knackig, intelligent, professionell und motivierend. Seine Webinare sind Kult und Pflichtprogramm. Einen Kurs, „Grow and Sell“, habe ich testweise gebucht, aber schnell gemerkt: zu overdone für mein kleines Ein-Frau-Business. Ohne dumme Fragen konnte ich ihn zurückgeben. Stattdessen hat mir „Authentische KI-Texte“ sehr geholfen, meine Schreibstimme in Zeiten von Claude und Co. zu finden. Ich bleibe dran, halte mich mit seinen Trend-Seminaren zum Thema Online-Business auf dem Laufenden.

Judith Peters

Blog like nobody’s reading

Judith Peters ist aus meiner Blog-Welt nicht mehr wegzudenken. Ihr Hauptprojekt ist die Content-Society, ähnlich konzipiert wie die Blogothek – Bloggen lernen von null an. Support beim Aufbauen brauchte ich nicht mehr, also habe ich mir den Selbstlernkurs „All you can Blog“ geholt: die Basics aus einer anderen Perspektive, dazu Reels, Claim, Adventskalender – liebevoll aufbereitet in zwölf Modulen. Fertig bin ich noch nicht, der Folgekurs „Double you Blog“ wartet ebenso wie die „Summer Blogging School“, die sich speziell mit Bloggen in Zeiten von KI beschäftigt.

Zwei Termine im Jahr sind bei Judith fix: das „Blogtoberfest“ (eine To-Want-Liste fürs vierte Quartal) und der „Jahresrückblog“. Große Kult-Blogparaden, bei denen 500 bis 700 Menschen ihre Artikel schreiben. Einmal im Jahr gibt’s dazu ein echtes Treffen, ein Barcamp – Menschen live treffen und reden, wunderschön.

Warum diese Begeisterung? Weil Judith ihre Vision lebt wie keine andere. Sie träumt von der Blogmillion – einer Million Blogartikel, die die Welt ein wenig besser machen. Und sie propagiert, dass gerade jetzt, wo KI das Internet mit austauschbarem, seelenlosem Slop flutet, unsere Personality, Expertise und Erfahrung wichtiger sind denn je – EEAT: Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness. Das Bloggen ist beileibe nicht tot. Auch ohne aktive Mitgliedschaft in der Content Society fühle ich mich mit dieser Philosophie verbunden. Als VIB – Very Important Blogger – bin ich sozusagen Vereinsmitglied. „Blog like nobody’s reading“ sagt eigentlich alles.

Linda Kunze

Sanft wirken – Erfolgreich wachsen

Meine Geschichte mit Linda begann vor zwei Jahren, als sie ihr Buch „Wurzeln für dein Business“ herausbringen wollte – das Layout durfte ich übernehmen. Über ihren Freebie-Summit landete ich in ihrem Newsletter und erfuhr so von dem Buch – ein spannendes, nicht einfaches Projekt mit tollem Ergebnis. Aber hier soll es nicht ums Buch gehen, sondern um das, was ich bei Linda lerne.

Mit ihrer Firma „Leisepreneur“ bietet sie Online-Marketing der anderen Art an: kein höher, schneller, weiter, sondern leise, intensiv, mit Fokus auf Verbindung. Das Reizthema Newsletter hat mich zwei Jahre lang gequält, immer wieder bin ich an technischen Grenzen gescheitert. Dann tauchte Lindas „Listbuilding Masterclass“ auf, und ich wusste: Jetzt mache ich das. Weil die Energie in ihren Kursen eine andere ist – Lernen in einem geschützten Raum, mit Unterstützung, Wertschätzung, Motivation und Feedback.

So habe ich zunächst ein geniales Freebie entwickelt und dann ohne Probleme den Newsletter aufgesetzt. Vorher war das Thema für mich nichts als Belastung, jetzt freue ich mich, dass es funktioniert, die Liste wächst, und ich schreibe gerne meine Newsletter. Obendrein gab es noch einen Artikel über mein Buch-Business in ihrem neuen Leisepreneur-Magazin.

Bild Magazin Leisepreneur

Nicole Angela Buck

KI mit Kopf trifft Kreativität.

Nicole – das ist KI mit Kopf. Eine alte Bekannte aus der Blogothek, über deren Adventskalender ich letztes Jahr Spaß am Schreiben mit KI bekommen habe. Ganz basic gelernt habe ich das dann in ihrem Kurs „Tritt sicher in 4 Stunden“ – eine sehr kleine Gruppe, höchst individuell, sie erklärte uns ChatGPT, Claude und Gemini. Eine Extra-Session für die Bildbearbeitung, noch eine für Claude, die große Liebe. Dann ging es ans Arbeiten: jede Menge Coworkings, konkrete Aufgaben. Ich habe wahnsinnig viel gelernt und weiß jetzt, wie ich meine Texte schreibe, damit sie nach mir klingen – und wie ich die KI im Dialog fordere, um das Beste aus meinen Ideen zu machen. Der Kurs hat mir gezeigt, wie ich KI wirklich nutzen kann – jetzt ist sie unverzichtbar ein weiteres Werkzeug in meiner Werkstatt.

Fazit

Von der Leere zur Warteliste

Es ist unglaublich, wie weit ich mit der berühmten Sichtbarkeit in den letzten zwei Jahren gekommen bin. In kleinen Schritten. Die richtigen Menschen finden mich, ich habe viele Anfragen und muss manchmal Leute auf die Warteliste setzen. Ich muss sagen, ich habe Blut geleckt.

Der Artikel, der am besten rankt, ist „The Big Five“ – ein Vergleich der fünf größten Self-Publishing-Dienstleister, mit Tabellen zum Download. Ein Selbstläufer. Ich freue mich, wenn Menschen ihn lesen und mich darüber finden – und noch mehr, wenn sie danach ihr Buchprojekt bei mir anfragen.

Lernen für mich selbst, für etwas, das mir Freude macht, hatte zeitweise schon einen kleinen Suchtfaktor. Ich konnte und kann immer noch einfach nur mantraartig die Videos anhören, stundenlang, irgendwas bleibt immer hängen. Und nach den Anleitungen ganz praktisch zu „machen“, mit Erfolgserlebnissen, wenn es funktioniert.

Ich bin froh, dass ich drangeblieben bin und nicht alles hingeworfen habe wie so viele, die einen Blog starten. Nicht nur mein Buchdesign-Business, auch das Bloggen macht mir Freude. Ich schreibe – leider zu selten – gerne darüber, was ich da tue, und versuche, ein bisschen von meiner Mission rüberzubringen.

In diesem Sinne: Es geht weiter, und ich freue mich auf zukünftige Projekte mit euch … unterwegs zu deinem Buch!

P. S. Dieser Artikel gibt meine ganz persönlichen guten Erfahrungen mit den Coaches im Online-Business wieder, die ich kennengelernt habe. Ich verdiene nichts an den Links. Einfach nur: Die waren und sind richtig gut für mich.

Jetzt bin ich natürlich neugierig auf eure Erfahrungen in den Kommentaren!

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